Autorenverzeichnis
Autoren von A bis Z

J.R.R. Tolkien

geb. 3. Januar 1892 in Bloemfontein, Südafrika (damals Oranje-Freistaat)
gest. 2. September 1973 in Bournemouth, England

Es ist wohl kaum möglich, den Einfluss von John Ronald Reuel Tolkien auf das, was heutzutage allgemein als Fantasy-Literatur beschrieben wird, zu hoch einzuschätzen. Der Name Tokiens ist daher immer auch mit Der Herr der Ringe, seinem Hauptwerk, sowie den weiteren hinterlassenen Erzählungen, die sich mit der Fantasie-Welt Mittelerde beschäftigen, verknüpft.

Nachdem sein Vater bereits 1886 verstorben war, wurde Tolkien mit 12 Jahren Vollwaise, als seine Mutter nach kurzer Krankheit verstarb. Bereits in seiner Schulzeit zeigte sich bei Tolkien ein ausgeprägtes Talent sowie Interesse für Sprachen, Sprachentstehung und linguistische Zusammenhänge. Dieses sprachliche Interesse schlug sich dann auch sehr deutlich in seiner Schöpfung der Welt seiner bekanntesten Erzählungen, sowie im Volk der Elben, für welches er eine komplette Sprache kreierte, nieder.

Nachdem seine Frau Edith, mit der Tolkien 55 Jahre lang verheiratet war, 1971 verstarb, lebte Tolkien die restlichen zwei Jahre seines Lebens allein, bis er 1973 im Alter von 81 Jahren ebenfalls starb. Das Ehepaar ist auf dem katholischen Friedhof von Oxford begraben. Seither kümmert sich Tolkiens Sohn Christopher Tolkien um den literarischen Nachlass seiner Vaters, woraus unter Anderem die Veröffentlichung des Silmarillions resultierte.